This site in english
|
1. The Dreaming 14:41 2. Somnambul 11:40 3. Sedated 9:33 4. Illuminescent 12:45 5. Sub Conscious 8:18 6. Awakening 8:56
Equipment Martin: Volker: Recording: |
The
Art of Dreaming,
1997 CD CI003 Jeder Mensch träumt jede Nacht, verbringt einen großen Teil seines Lebens im Schlaf- bzw. Traum und doch wissen wir recht wenig über diesen außerordentlichen Bewußtseinszustand. Neuere Ergebnisse der Schlaf- und Traumforschung zeigen, daß die klassische Traumtheorie von Sigmund Freud nur einen Teilaspekt darstellt und in vielen Punkten überdacht werden muß. Neben der Verarbeitung von Alltagserlebnissen, Wünschen oder unterbewußt vorhandenen Ängsten und Problemen gibt es noch viele Trauminhalte und -Qualitäten, deren Sinn und Ursprung unbekannt ist. In der griechischen Antike spielte der Traum eine Rolle als Orakel, Zukunftsvision. Bei vielen ethnischen Kulturen spielen Träume eine gewichtige soziologische und metaphysische Rolle - etwa bei den Senoi, Aboriginees, Huichol, Tolteken, Ägyptern - um nur ein paar zu nennen. In der westlichen, okkulten Tradition hatten Träume - insbesondere Klarträume - eine esoterische Bedeutung als Ausgangspunkt für Astralreisen. Gemeinsam ist, daß der Traum als Tor zu anderen Welten betrachtet wird - Welten, die im Schlaf erschaffen werden, oder vielleicht unabhängig vom Träumenden existieren ? Wir alle kennen die Flut von sich abwechselnden Bildern, Landschaften und emotionalen Zuständen, die im Traum vorherrscht. Getreu dem Namen CHANGING IMAGES haben wir diese musikalisch interpretiert... Martin (1997)
TraumphilosophieWir sind nur gekommen, Träumen kann nur erfahren werden. Denn Träumen heißt nicht
einfach, Träume zu haben; es hat auch nichts mit Tagträumen oder
Wunschvorstellungen zu tun. Durch das Träumen können wir andere Welten
wahrnehmen, die wir gewiß auch beschreiben können, aber wir können nicht
beschreiben, was uns befähigt, sie wahrzunehmen. Und doch merken wir, daß das
Träumen uns jene anderen Sphären erschließt. Träumen scheint eine Empfindung
zu sein; ein Vorgang im Körper, ein geistiges Bewußtwerden. Zwischen es träumte mir und ich träumte liegen die
Weltalter. Aber was ist wahrer ? Sowenig die Geister den Traum senden, so
wenig ist es das Ich, das träumt. In dem Augenblick, in dem die Traumwache beginnt, öffnet
sich eine Welt verführerischer und unerforschter Möglichkeiten. Eine Welt, in
der die ultimative Verwegenheit zur Realität wird und in der man das
unerwartete erwarten kann. Dann beginnt das eigentliche Abenteuer der
Menschheit. Die Welt wird offen für alle Möglichkeiten und Wunder. Der Traum belehrt uns auf merkwürdige Weise von der
Leichtigkeit unserer Seele in jedes Objekt einzudringen - sich in jedes
sogleich zu verwandeln. Einige Wissenschaftler sind der Meinung, was den Menschen
gegenüber anderen Seinsformen auszeichne, sei die Kultur - im Gegensatz zur
Natur. Auf Nahrung bezogen heißt das dann zum Beispiel: das Gekochte sei
höherwertig als das Rohe. Kunst, also die bewußte Darstellung/Wiedergabe
Wahrgenommenens oder Vorstellbarens, gilt demnach sicher als Kultur. Das
Träumen liegt dagegen in der Natur des Menschen. Das bewußte Träumen, das
Beherrschen der Träumens überführt die Natur in Kultur und damit zur Kunst
des Träumens. Die Techniker verkabeln Deinen Körper und vernetzen Dein Gehirn
und analysieren die biochemischallkritischen Signale Deiner Schlaf- und
Traumzeiten und können minutiös berichten, wann Du wie heftig geträumt hast -
während Du in Deinem 3-Sekundentraum eine Welt hast enstehen und zerfallen
lassen. |
Zurück zur Hauptseite
Copyright © 1997, 1998, 2000 Changing Images,
Last Updated – 08/00