Rezension
Source of Secrets
Gleich zu Beginn des ersten Tracks wird der Hörer in ein abenteuerliches Chillout-Erlebnis entführt. Wenn nach ca. zweieinhalb Minuten Ethno-Samples einsetzen, ist das Titelstück der "Quelle der Geheimnisse" angebrochen: ein phänomenaler Song, orientalischer Rhythmus, die Symbiose aus Aktion und Meditation und mit Fortdauer des Tracks immer abenteuerlicher. In den folgenden Songs wird's intimer: Saxophonklänge und schimmernde elektronische Flutes, getragen von sphärischen Keyboardsflächen, zum Teil mystisch oder rhythmisch, mal mit Gesang einer Sopranistin oder japanischen Texteinlagen versehen, immer faszinierend, immer genial. Auch Lehrmeister Vangelis läßt hier und da grüßen, besonders in "Blue Mountain", das sehr den "Whispering Sirens" aus "Oceanic" ähnelt.
Doch im zehnminütigem Finale "Source of Eternity" setzen die beiden Belgier den Glanzpunkt ihres Albums: hypnotische Synthiesounds, fesselnder Rhythmus, himmlische Ethno-Vocals (die stellenweise an Mind Over Matter erinnern), Chorgesang eines Londoner Ensembles, spannend und enigmatisch bis zur Vollendung im Nirwana.
Was für eine überwältigende Sinfonie in vorbildlicher Aufnahmequalität! Dieses Album ist ein absolutes Muß für jeden Liebhaber von Qualität und Perfektion in Klang und Musikalität ... Schon jetzt ist klar: ein würdiger Top-Kandidat für die CDs des Jahres.