Rezension
Interstellar Memories
Nun, wenn eine Elektronik-Musiker den Kosmos zum Thema seiner Musik macht, dann erscheint diese Idee zunächst einmal etwa so originell wie die, zu Weihnachten einen Tannenbaum aufzustellen. Aber gut, es gibt ja durchaus auch sehr schöne Tannenbäume, die einen Blick Wert sind. Und Tales ist ein Musiker, der sein Handwerk versteht. Auch wenn Tales uns mit dieser CD nicht in neue Dimensionen führt: Freunde von analoger, elektronischer Space-Music kommen bei dieser CD mit Sicherheit voll auf ihre Kosten.
Wer die Musik von Tales bereits kennt, dem werden viele Sounds bekannt vorkommen. Der Schritt von Stonehenge zu Interstellar Memories ist nicht mehr so groß wie der von Pictures of Asia zu Stonehenge. Ich persönlich vermisse allerdings schon ein bisschen die melodische Komponente, die bei der Vorgänger-CD noch stärker ausgeprägt war. Von daher kann Interstellar Memories Stonehenge for Eternity nicht als meine Lieblings-CD von Tales ablösen.
Aber dennoch: Fast ungehört im Regal verstauben tut auch diese Scheibe bei mir nicht.