Rezension

Interstellar Memories

Tales

1998 CD 14 Tracks 59:34
★★★½☆ 7.3/10 (3 Stimmen)
Diese Rezension wurde von Frank Korf verfasst und stammt aus dem MEMI-Archiv (1994–2005).
Jean-Luc Herve Berthelot, besser bekannt als Tales, hat wieder eine neue musikalische Geschichte im Programm, die er uns erzählen möchte. Nach den Ausflügen nach Asien und ins frühe Europa, die der Hörer mit seinen ersten beiden CDs, Pictures of Asia und Stonehenge for Eternity unternehmen konnte, geht es nun hinaus in den Weltraum. Es gibt von Interstellar Memories zu erzählen.

Nun, wenn eine Elektronik-Musiker den Kosmos zum Thema seiner Musik macht, dann erscheint diese Idee zunächst einmal etwa so originell wie die, zu Weihnachten einen Tannenbaum aufzustellen. Aber gut, es gibt ja durchaus auch sehr schöne Tannenbäume, die einen Blick Wert sind. Und Tales ist ein Musiker, der sein Handwerk versteht. Auch wenn Tales uns mit dieser CD nicht in neue Dimensionen führt: Freunde von analoger, elektronischer Space-Music kommen bei dieser CD mit Sicherheit voll auf ihre Kosten.

Wer die Musik von Tales bereits kennt, dem werden viele Sounds bekannt vorkommen. Der Schritt von Stonehenge zu Interstellar Memories ist nicht mehr so groß wie der von Pictures of Asia zu Stonehenge. Ich persönlich vermisse allerdings schon ein bisschen die melodische Komponente, die bei der Vorgänger-CD noch stärker ausgeprägt war. Von daher kann Interstellar Memories Stonehenge for Eternity nicht als meine Lieblings-CD von Tales ablösen.
Aber dennoch: Fast ungehört im Regal verstauben tut auch diese Scheibe bei mir nicht.

Bezug (historisch): Somewhere in Time Records, Fax: +33 1 4830 3508, Email: sitrec@hol.fr