Rezension
Marco Polo
1271 war es, als der Seefahrer Marco Polo in Venedig zu einer Handelsmission nach China aufbrach, das seinerzeit dem mongolischen Reich angehörte. Dort freundete er sich mit dem Herrscher Kublai Khan an.
Von Marco Polo, seiner Reise und seiner Freundschaft zum Mongolen-Herrscher erzählt Tales, der musikalische Märchenonkel aus Frankreich, auf seiner neuesten CD, Marco Polo - a life for a dream.
Ein Hauch von "1492"-Atmospäre dringt ab und an mal aus den Boxen beim anhören dieser neuesten Tales-CD. Jedoch, Tales-Fans wissen das, glatter orchestraler Sound a la Vangelis ist von Jean-Luc Herve Berthelot nicht zu erwarten. Statt dessen gibt es die gewohnten markigen, manchmal schrillen Analog-Sounds, wie man sie von den ersten Veröffentlichungen bereits kennt. In der Beziehung erinnert Marco Polo sogar am ehesten noch an Tales' Erstlingswerk Pictures of Asia, jedoch behält der Franzose bei Marco Polo eine deutlich ruhigere Gangart bei.
Wer Interstellar Memories für die beste Tales-CD hielt, wird von dieser CD vielleicht enttäuscht sein. Wer aber die ersten Tales-Scheiben auch mag, wird wohl auch zufrieden die Reisen von Marco Polo begleiten.