Rezension
L.S.D. - The Remix Collection
Diese Rezension wurde von Martin Rothhaar verfasst
am 30. November 2001
und stammt aus dem MEMI-Archiv (1994–2005).
Dass Michael Cretu neben dem typischen Enigma-Sound
auch gute Tanzflur-Musik produzieren kann, ist wohl
allgemein bekannt. Zuletzt hat er das sehr eindrucksvoll
im Jahr 1998 mit dem Projekt "Trance Atlantic Air Waves"
(vgl. MEMI-Review) bewiesen, für das
er zusammen mit Jens Gad ältere
Instrumental-Klassiker im modernen Dance-Sound aufpolierte.
Auf einer seiner beiden aktuellen Veröffentlichungen versucht Cretu nun beides zu verbinden - Enigma goes Dancefloor. Denn neben der rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft erschienenen "normalen" Best-Of-Sammlung "Love Sensuality Devotion" ist in diesen Tagen zudem ein weiteres "L.S.D."-Album mit dem Untertitel "The Remix Collection" erschienen. Darauf zu finden: 9 Remixes von Enigma-Titeln (Spiellängen zwischen 4:43 und 10:27 Minuten). - Nun gut, das sollte man sich doch wohl auf jeden Fall mal anhören ...
Der über 10-minütige Trance-Opener "Turn Around" hinterlässt dann auch gleich schon einmal einen ziemlich guten Eindruck: perfekte Sounds [alles andere hätte mich aus der Cretu-Schmiede auch enttäuscht] und eine gelungene Mischung aus athmosphärischen Flächen sowie Trance-Elementen und -Rhythmen. Wie gesagt: Ein Auftakt, der Appetit macht.
Track 2 ("Age Of Loneliness") setzt den Stil des Openers fort und lässt dabei noch etwas deutlicher den Enigma-Ursprung erkennen. Mit Track 3 folgt ein Gastspiel des DJs und Produzenten André Tanneberger: "Push The Limits" im ATB-Remix ist eine nette Dance-/Trance-Nummer, die teilweise allerdings schon etwas zu dancefloor-mainstreamig wirkt.
Der nachfolgende Remix des 1999er Enigma-Titels "Gravity Of Love", der außer den markanten Carmina-Burana-Fragmenten nicht mehr viel mit dem Original gemeinsam hat, läutet dann leider einen Trend ein, der sich bei den restlichen Titeln fortsetzen wird: ein netter Dance-Track der jedoch an das Original keinesfalls heran reichen kann ...
Alle weiteren, meist etwas langsameren Remixes (z.B. von den Klassikern "Return To Innocence" und "Sadeness") plätschern dann leider ziemlich unauffällig dahin. Man kann sich des Eindrucks der "Remixes wider Willen" nicht entziehen. Keiner dieser Tracks kann wirklich überzeugen und die entsprechenden Originale sind stets Klassen besser.
Fazit: Ein starker Auftakt, der dann aber insgesamt nicht halten kann, was er verspricht. Diese CD lohnt sich nur, wenn man bereit ist, ca. 30 DM für ungefähr drei gute Remixes und (zu) viel "Füllmaterial" auszugeben.
Auf einer seiner beiden aktuellen Veröffentlichungen versucht Cretu nun beides zu verbinden - Enigma goes Dancefloor. Denn neben der rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft erschienenen "normalen" Best-Of-Sammlung "Love Sensuality Devotion" ist in diesen Tagen zudem ein weiteres "L.S.D."-Album mit dem Untertitel "The Remix Collection" erschienen. Darauf zu finden: 9 Remixes von Enigma-Titeln (Spiellängen zwischen 4:43 und 10:27 Minuten). - Nun gut, das sollte man sich doch wohl auf jeden Fall mal anhören ...
Der über 10-minütige Trance-Opener "Turn Around" hinterlässt dann auch gleich schon einmal einen ziemlich guten Eindruck: perfekte Sounds [alles andere hätte mich aus der Cretu-Schmiede auch enttäuscht] und eine gelungene Mischung aus athmosphärischen Flächen sowie Trance-Elementen und -Rhythmen. Wie gesagt: Ein Auftakt, der Appetit macht.
Track 2 ("Age Of Loneliness") setzt den Stil des Openers fort und lässt dabei noch etwas deutlicher den Enigma-Ursprung erkennen. Mit Track 3 folgt ein Gastspiel des DJs und Produzenten André Tanneberger: "Push The Limits" im ATB-Remix ist eine nette Dance-/Trance-Nummer, die teilweise allerdings schon etwas zu dancefloor-mainstreamig wirkt.
Der nachfolgende Remix des 1999er Enigma-Titels "Gravity Of Love", der außer den markanten Carmina-Burana-Fragmenten nicht mehr viel mit dem Original gemeinsam hat, läutet dann leider einen Trend ein, der sich bei den restlichen Titeln fortsetzen wird: ein netter Dance-Track der jedoch an das Original keinesfalls heran reichen kann ...
Alle weiteren, meist etwas langsameren Remixes (z.B. von den Klassikern "Return To Innocence" und "Sadeness") plätschern dann leider ziemlich unauffällig dahin. Man kann sich des Eindrucks der "Remixes wider Willen" nicht entziehen. Keiner dieser Tracks kann wirklich überzeugen und die entsprechenden Originale sind stets Klassen besser.
Fazit: Ein starker Auftakt, der dann aber insgesamt nicht halten kann, was er verspricht. Diese CD lohnt sich nur, wenn man bereit ist, ca. 30 DM für ungefähr drei gute Remixes und (zu) viel "Füllmaterial" auszugeben.