Rezension

Seij minus aC

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2000 CD 10 Tracks 49:47
Diese Rezension wurde von Martin Schmid verfasst am 15. Mai 2000 und stammt aus dem MEMI-Archiv (1994–2005).
Aus dem fernen Japan kommt ein Project zu uns mit dem Namen Seij minus aC (gesprochen "siege minus ass").

Viel konnte ich jedoch über dieses Project nicht herausfinden, denn sowohl der Text des Inlays, die Webseite als auch das Cover sind sehr geheimnisvoll und lassen viele Fragen offen. Die Musik kann man sich am besten in einem Horror-oder Actionfilm vorstellen und kommt - so nehme ich an - aus der Gothik-Ecke.

Diese CD ist für mich sehr schwer zugänglich und so konnte ich sie auch nur in kleinen Dosen anhören: Nervös und hektisch ist die Musik und überträgt sich schon auch mal auf die Stimmungslage des Hörers. Die Klänge und Stimmungen wechseln in Millisekundentakt. Der Rhythmus - oft mit Doublebassdrum wie man sie sonst vielleicht noch von Death-Metal kennt - ist meist jenseits der 130 BpM.

Naturklänge gibt es keine zu hören, auch keine Flöten oder ein Klavier. Alle Instrumente sind bis zur Unkenntlichkeit elektronisch verfremdet. Sogar die gesprochenen und geflüsterten Stimmen wurden bearbeitet: Erst nach mehrmaligem Hören konnte ich Klangstrukturen widererkennen.

Fazit: Diese CD ist absoluter Elektrohardcore. Freunde neuer Klänge werden ihren Spaß haben, alle anderen werden eher abgeschreckt sein. Ob diese CD genial oder einfach nur furchtbar ist konnte ich auch nach mehrmaligem Hören nicht herausfinden und wechselt auch je nach meiner Stimmung.

Anspieltip: Track 8 - suffer or: silver