Rezension
Outrospective
Faithless is back! Fünf Jahre nach ihrem grandiosen Debut "Reverence" und fast drei Jahre nach ihrem zweiten Album "Sunday 8PM" meldet sich die britische Combo um Mastermind Rollo Armstrong zurück. Nachdem zuletzt Rollos kleine Schwester Dido die Charts mit ihrem Album "No Angel" gestürmt hat, kommt nun also mit "Outrospective" der Meister selbst wieder auf den Plan.
"Outrospective" bietet eine ähnlich breite musikalische Palette
wie schon die beiden Vorgänger-Alben. Wer hier lediglich nach den
Single-Auskopplungen geht (im aktuellen Fall die Dancefloor-Nummer
"We Come 1") wird enttäuscht sein.
Natürlich finden sich auf dem aktuellen Longplayer auch wieder
extrem tanzbare Tracks. So z.B. das fantastische "Tarantula",
das perfekt programmierte Techno-Rhythmen mit vielschichtigen
Sounds und Athoms zu einer einzigartigen Climax-Nummer kombiniert.
Oder auch der im 70's-Style gehaltene Disco-Track "Muhammed Ali".
Das sind neben "We Come 1" allerdings auch schon die einzigen echten Dance-Tracks. Den Rest der Scheibe bedienen wunderschöne Balladen (z.B. "Crazy English Summer") , Elektro-Pop-Songs (z.B. "One Step Too Far", bei dem auch die kleine Schwester wieder mit Ihren Vocals unterstützt) und elektronische Down-Tempo Instrumentals.
Als roter Faden schnüren dabei zum einen die perfekt-geniale Produktion aus dem Hause Armstrong, zum anderen der wohl "entspannteste Rapper des Universums" - Mr. Maxi Jazz - ein wieder einmal rundum gelungenes Gesamtpaket.
Zwar kann die Singleauskopplung "We Come 1" nicht an die Klassiker wie "Insomnia" oder "God is a DJ" anknüpfen (das schafft "Tarantula" dann schon eher), das Album jedoch dürfte für alle Faithless-Fans ein weiteres Schmankerl sein, dass in jedem gut sortierten CD-Regal nicht fehlen sollte.
Anspieltipps: 4 ("Crazy English Summer"), 8 ("Tarantula"), 11 ("Evergreen")