Rezension
Navigator
Eigentlich ist Josè Padilla ja DJ auf der Ferieninsel Ibiza. Einst begann er, die Musik, die er dort so auflegt, auf einer Compilation-CD zu veröffentlichen. Er arbeitete damals im Café del Mar, und der Rest ist Legende: Die Café del Mar-Reihe mit mittlerweile 8 Ausgaben wurde ein Welterfolg. Das Konzept mit dem Mix aus Elektronik + Sonne + X, mal unter dem Begriff "Trip Hop", mal unter dem eigens kreirten Begriff "Ibiza Chillout" einsortiert, fand zahlreiche Nachahmer.
Josè Padilla klinkte sich nach der 6. Folge aus Café del Mar aus um sich seiner eigenen Musik zu widmen - Kostproben davon waren auf den Compilations schon zu hören gewesen. Nun ist seine neue Solo-CD Navigator erschienen.
Es dürfte nicht allzu sehr überraschen, daß die Scheibe vom
Sound her durchaus im Umfeld von Café del Mar anzusiedeln ist. Aber es
ist schon eine recht bunte Wundertüte, die Josè Padilla da zusammengeschnürt
hat:
Natürlich gibt's die erwarteten Sommer-Sonne-Strand-Easy-Sounds in Titeln
wie dem jazzigen Las Cazuelas oder dem mit Akkordeon-Klängen
angereicherten Karyn. Bemerkenswert auch Lontano
mit typischem Drum'n'Bass-Rythmus zu einem einzelnen Streicher. Navigator
Part 1 dagegen ist ein Ambient-Track - wohl der "elektronischste"
Titel auf der CD. Ganz anders Navigator Part 2: Ein
Track mit treibender Percussion und Ethno-Touch.
Aber auch der Ohrwurm von Café del Mar 6, Adios Ayer
fehlt nicht: Hier im "Fresh Mix", die Vocals von Seal gesungen. Und
während auf Café del Mar 6 noch Dusty Springfield den Klassiker
The Look of Love trällerte, bietet Padilla auf
Navigator eine eigene, musikalisch völlig überarbeitete Fassung (mit
Vocals von N'Dea Davenport) an.
Navigator ist also genau die richtige Musik für heiße Sommertage.