Beim Gebrauchtkauf des Poly 800 sollte man darauf achten, dass es einige verschiedene Modelle gibt, die sich aber äußerlich nicht unterscheiden. So hatte die erste Serie zum Beispiel keine Speicherbatterie. Die Sounds sind also nach dem Ausschalten einfach weg. Auch war es nicht vorgesehen, nachträglich eine solche Batterie einzubauen. Es war weiters nicht möglich, den Omni-Mode abzuschalten.
Dieser Fehler war allerdings in der nächsten Serie behoben worden. Zwar hatte diese immer noch keine Batterie, aber zumindest war schon ein Platz vorhanden, an dem man sie einbauen konnte.
Die ersten beiden Serien hatten außerdem einen Betriebssystemfehler, so dass der interne Soundspeicher teilweise oder ganz gelöscht wird, wenn man den Poly über einen Sequenzer ansteuert.
Bei den Wellenformen (es stehen Pulse und Sägezahn zur Auswahl) gibt es ebenfalls eine Besonderheit. Der Sägezahn ist nämlich kein richtiger Sägezahn. Es werden lediglich die 4 Fußlagen in unterschiedlicher Lautstärke zusammengemischt, so dass aus 4 Pulswellen eine Treppe mit 16 Stufen entsteht. Vielleicht ist es gerade das, was den besonderen Charakter dieses Synthesizers ausmacht? Dabei versteht es sich natürlich von selbst, dass man, wenn man nur eine Fußlage aktiviert hat, zwischen Pulse und Saw keinen Unterschied hört.
Meine Erfahrung war es bisher, dass das Filter nicht zu Selbstoszillation fähig ist. Mittlerweile habe ich aber schon von Leuten gehört bei denen das anders ist. Der Grund dafür könnte die Einstellung der Potentiometer im Inneren des Gerätes sein.
VR1 - DCO Pitch adjust
VR2 - VCF Frequency adjust
VR3 - White Noise level adjust
VR4 - DCO Fine tune adjust
VR5 - VCF resonance adjust
Damit läßt sich wohl einiges bewirken. Ich habe das allerdings selbst nie ausprobiert.